Mario Power Tennis

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 5 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2005.02
Systeme
GameCube
System im Test
GameCube
Kurzbewertung
ein ungewöhnliches Tennisspiel, das Jung und Alt begeistert
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Wer hat schon mal eine Überschwemmung im Stadion erlebt oder in einem mittelalterlich anmutenden Schloss ein aufregendes Tennismatch gespielt?
Bei „Mario Power Tennis“ geht es gewohnt ungewöhnlich zu. Über ein lustig animiertes Intro gelangt der Spieler zum Hauptmenü, in dem er zwischen Minispielen, Turnier und Einzelmatch auswählen kann. Nun noch eine Spielfigur ausgesucht und dann geht es los.

In den klassischen Tennisdisziplinen können Mario, Luigi, Yoshi oder eine der zahlreichen aus der Mario-Reihe bekannten Figuren gegen einen menschlichen oder virtuellen Gegner antreten. Hier gelten zwar die offiziellen Tennisregeln, die bei Nichtbeachtung verständlich erklärt werden, doch ansonsten erwarten den Spieler abwechslungsreiche und ungewöhnliche Überraschungen. Je nach Austragungsort befinden sich zusätzliche Charaktere und Objekte im und um das Spielfeld. In der knallgrünen Waldarena zum Beispiel kann es passieren, dass sich kleine Schlangen und Wurzeln auf dem „Naturcourt“ befinden und den auftreffenden Ball in seiner Zielrichtung abfälschen. Solche Herausforderungen müssen ebenso mit Geschicklichkeit und Konzentration gemeistert werden, wie jene, wenn sich die Spielfiguren im Schwimmstadion auf Luftmatten gegenüberstehen und deren Größe während des Spiels ständig variiert.


Jede Spielfigur reagiert verschieden. Neben unterschiedlichen Stärken und Schwächen in Bewegungsgeschwindigkeit und Schlaghärte, besitzt jeder Charakter die Möglichkeit in besonderen Momenten einen individuellen Power-Ball zu spielen. So tauscht Mario seinen Tennisschläger gegen einen Vorschlaghammer aus, mit dem er richtig draufhauen kann, Donkey Kong heizt mit seinem Feueratem dem kleinen gelben Filzball ein und Waluigi erreicht weit entfernte Bälle, indem er sich in den Ohren bohrt, den Platz voll Wasser laufen lässt und per Bruststil zum Krisenball schwimmt.


Im Minispiel-Modus erwarten den Spieler zusätzliche Aufgabenstellungen, die es zu lösen gilt. Mit Farbbällen ein Super- Mario-Graffiti ausmalen, beim Terror-Tennis dumme Dämonen eingesperrt halten und Hunde mit Tennisbällen füttern, sind einige der witzig und unterhaltsam gestalteten Minispiele. Neben kurzweiligen Herausforderungen und spaßigen Animationen in Comic-Optik, überzeugt das Spiel auch durch seine feine und präzise Steuerung. Mit Hilfe verschiedener Einstellungsmöglichkeiten lässt sich das Können der Spieler individuell abstimmen und ausbauen. Im manuellen Steuerungsmodus muss der Spieler jede Bewegung, vom Topspin bis zur Hechtrolle selber steuern. Anfänger dagegen können im einfachen Steuerungsmodus erste Tenniserfahrung sammeln und so motiviert zum Tennisass aufsteigen.


Das ungewöhnlich Sportspiel begeisterte Jung und Alt gleichermaßen. Besonders Jungen ab 5 Jahren fühlten sich herausgefordert in aufregenden Tennisduellen ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Mädchen begeisterte mehr die bunte Grafik, die lustigen und recht eigenwillig ausgestatteten Spielfiguren und die überraschenden Momente im Spielablauf. Nicht selten bildeten sich Zuschauertrauben, die die Aktionen der jeweiligen Spieler lautstark und voller Begeisterung begleiteten. Wir wagen zu behaupten, ein Spiel für die Familie!