HTR: High Tech Racing

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
QUByte Interactive
Erscheinungsjahr
2010.06
Systeme
PC, Nintendo 3DS, iOS, Android
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Altbackene Grafik, die das gelungene Spielprinzip aber nicht stört
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Interessant für
Rennspielfans, Einsteiger
Sprache
Englisch
Grafik
Altbacken, Vielfältige Rennautos
Sound
Monoton ohne Motorgeräusche

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
nicht vorhanden
Mehrspielermodus
Zeitfahren nacheinander, gleichzeitig gemeinsam spielen ist nicht möglich
Spielforderungen
Kreativität
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
nicht vorhanden
Gruppenleiter
Sven Bartel
Spielhaus in Bielefeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"HTR: High Tech Racing" ist ein Carrera-Rennbahn-Simulator aus dem Jahr 2010. In diesem Spiel gibt es die Möglichkeit, sich mit seinen Freund_innen auf insgesamt 20 vorgegebenen Rennstrecken zu messen. Darüber hinaus verfügt das Spiel über einen Streckeneditor. Hier werden den Spielenden bei dem Bau einer ganz individuellen Rennstrecke so gut wie keine Grenzen gesetzt.
Alle spielbaren Strecken beinhalten, wie man es von einer herkömmlichen Carrerabahn kennt, verschiedene Streckenelemente. So kann im Spiel durch Loopings gefahren, über Abhänge gesprungen und durch Hochgeschwindigkeitskurven gerast werden oder die gegnerischen Fahrer werden an Kreuzungen aus der Bahn geworfen.
Ziel ist es, wie bei einem Rennen üblich, sich soweit es geht an der Spitze zu platzieren, um letztendlich auf das Siegertreppchen zu gelangen. Ist eine Runde erfolgreich beendet, werden die Spielenden ihren Platz entsprechend mit Münzen belohnt. Diese In-Game-Währung ist essenziell, um im Spiel weiter aufzusteigen. Da die Gegner immer besser bzw. schneller werden, gilt es, das eigene Rennauto dahingehend immer weiter aufzurüsten. Um dies zu tun, wird in ein Shopmenü gewechselt, wo von Motor bis zur Karosserie nahezu alles was das Rennfahrerherz begehrt für die ersparten Coins gekauft werden kann.
Ein weiterer Bestandteil des Spiels ist das Fahren auf Zeit. Da "HTR" auf einen Zweispielermodus verzichtet, bekommt man dadurch zumindest die Möglichkeit, das Können mit Freunden nacheinander unter Beweis zu stellen.
Da "HTR" nicht nur für den Computer, sondern auch für iOS und Android erhältlich ist, ist die Steuerung der Autos dementsprechend nicht besonders komplex. Es bedarf lediglich einem Klick auf die linke Maustaste, um die Geschwindigkeit des Autos zu regulieren. 

Pädagogische Beurteilung:
Fantasievoller Realismus
Als besonders eindrucksvoll für die Testergruppe stellte sich die Vielfältigkeit der Rennautos dar. Diese werden im Spiel teilweise realistisch, aber auch fantasievoll dargestellt. Die Lichteffekte der Scheinwerfer und die damit verbundene Bewegungsunschärfe geben dem Spielerlebnis besonders bei Nacht eine besondere Atmosphäre. Auch wenn die Grafik im Vergleich zu aktuellen Titeln etwas in die Jahre gekommen ist, gefiel sie der Testergruppe dennoch.  

Streckeneditor mit kleineren Mängeln
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist der bereits erwähnte Streckeneditor. Dieser ist dem Wortlaut nach „richtig cool“, doch verlangt es auch, sich mit diesem genauer auseinanderzusetzen, um alle Funktionen zu verstehen. Frust kann hierbei durch die mangelnde Erklärung des Editors entstehen, oder durch die Funktion nur den letzten Schritt (das letzte Streckenelement) rückgängig machen zu können. 

Steuerung - top...
Während eines Autorennens bereitete es den Testenden besonders viel Spaß, mit Vollgas durch die Loopings zu fahren oder sich beim Zeitfahren mit anderen zu messen. Hierbei überrascht "HTR" mit einer tollen musikalischen Untermalung. Da das Spiel mit einem Minimum an Tastensteuerung auskommt, ist es auch unerfahrenen Spieler_innen ohne besondere Vorkenntnis möglich, direkt in das Spiel zu starten. Des Weiteren bedient "HTR" hiermit eine größere Altersgruppe, da sich auch jüngere Kinder schnell die Spielmechanik erschließen können. 

Anspruch - flop
Doch dies hat auch eine negative Seite. Durch die simple Steuerung wirkte das Spiel gerade für ältere Kinder nach einer bestimmten Zeit nicht mehr besonders anspruchsvoll. Dass nicht mehrere Spieler_innen gemeinsam in Form eines Zweispielermodus spielen konnten, kritisierte die Testergruppe . Der Titel beschränkt sich im Spielverlauf lediglich auf das bereits erwähnte Aufrüsten der Autos und bietet keinerlei Story, die langfristig zu beschäftigen versucht. 

Grafisch mangelhaft
Die Darstellung beeindruckt zwar durch Vielfalt, jedoch fällt "HTR" gefühlt eher in die Kategorie der Spiele aus den Neunzigern. Vieles ist hier sehr „schwammig“ dargestellt. Die Umgebung ist ohne erkennbare Struktur und wirkt durch fehlende Bewegung sehr platt und trist. Durch die gut gewählte Musik lässt sich nur teilweise davon absehen, dass die Autos an sich keinerlei Motorgeräusche von sich geben. 

Fazit:
"HTR: High Tech Racing" ist vom Konzept her nicht darauf ausgelegt, stundenlang gespielt zu werden, jedoch würde es die Testergruppe auf jeden Fall ihren Freunden weiterempfehlen. Gerade das Bauen der Strecken  und die Vielfalt der Autos machen dabei Lust auf mehr. Positiv merkte die Gruppe außerdem die Möglichkeit an, dass sie im Zeitrennen gegeneinander antreten konnten, auch wenn sie sich dabei abwechseln mussten. Wer also Spielspaß allein oder auch mit Freund_innen erleben möchte und sich nicht an der altbackenden Grafik stört, hat hier die Möglichkeit, mit "HTR" ein leicht zugängliches Rennspiel mit Wettkampf aber auch Kreativität zu erfahren.

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Spieletester
Spielhaus in Bielefeld
Bielefeld
Bewertung Spielspass