F1 2016

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Codemasters
Erscheinungsjahr
2016.08
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
Playstation 4
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Rennspiel für echte Formel 1-Fans
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Formel 1-Fans
Sprache
Deutsch, geschrieben und gesprochen
Grafik
Realistische und detailgetreue Grafik, leider wiederholen sich Animationen und Bilder immer wieder
Sound
Realistische Soundkulisse bei den Brems- und Motorengeräuschen

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Bekannte Fahrer der Formel 1 oder selbsterstellter Fahrer im Karriere-Modus
Mehrspielermodus
Kein Offline-Modus für 2 Spieler vorhanden, Online-Mehrspieler-Modus ist mit kostenpflichtiger PlayStation Plus Mitgliedschaft gekoppelt
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, Reaktionsfähigkeit
Zusatzkosten
PlayStation Plus Mitgliedschaft, um mit anderen Spielern online zu fahren, kostet beispielsweise für 90 Tage 20 Euro
Problematische Aspekte
Werbung im Spiel
Gruppenleiter
René Reiners
HeroGamers
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
In F1 2016 geht es darum, auf originalen Formel 1-Strecken Rennen gegen andere Fahrer zu gewinnen. Dazu stehen den Spieler_innen alle Original Fahrer und die dazugehörigen Autos zur Verfügung. Zunächst kann man zum Üben alleine auf den Strecken fahren, um sich an die Steuerung zu gewöhnen. Wer dies ausgiebig getan hat, kann gegen bis zu 20 Fahrer in einem Rennen antreten. Dies geht entweder in Einzelrennen oder in einem Karriere-Modus, in dem man sich einen eigenen Fahrer erstellt und versucht, zum Superstar zu werden.

Pädagogische Beurteilung:
Spieleinstieg
Wir haben uns relativ schnell an die Steuerung gewöhnt und fuhren zunächst einige Testrunden alleine auf verschiedenen Strecken. Die Umstellung gegen 20 andere Fahrer zu fahren, war dann doch etwas schwieriger. Vor allem der Start fiel uns schwer und wir mussten oft lange hinterherfahren. Zudem stellten uns die unterschiedlichen Strecken vor ständig neue Herausforderungen. Die vielen Formel 1-Regeln kannten wir vorher nicht und wurden zu Beginn oft disqualifiziert, ohne dass wir wussten, warum. Mit ein paar Klicks stellten wir aber die Strafen aus und konnten uns austoben. Ein richtiges Schadensmodell gibt es jedoch leider nicht. Irgendwann fährt das Auto nicht mehr oder die Spieler_innen werden mit einer Strafe belegt.

Atmosphäre und Grafik
Wir finden die Spielatmosphäre sehr gelungen. Das liegt an der realistischen Grafik, die mit vielen Details daherkommt. Die Autos sind sehr detailliert gestaltet und die Streckenumgebung sieht so aus, wie im echten Leben. Vor allem der Stadtkurs von Monaco sah wahnsinnig toll aus und wir hätten viel Lust gehabt, die Gegend abseits der Strecke zu erkunden. Egal ob Autos, Umgebung, Wetter oder Boxenstopps, es gibt immer eine Menge zu sehen. Nur leider wiederholen sich Animationen und Bilder nach Rennsiegen immer wieder. 
Die unterschiedlichen Kameraeinstellungen während der Fahrt sorgen zudem für ein sehr abwechslungsreiches Renngefühl. Mit einem Lenkrad würde wohl noch mehr Atmosphäre aufkommen. 
Was uns auffiel war, dass es sehr viel Werbung in dem Spiel gibt. Die Autos tragen zum Teil Namen, die wir aus der Werbung kennen (z.B. Red Bull) und rund um die Strecke tauchen links und rechte immer wieder Werbebanner auf. Das soll wohl das Spiel lebendiger und realistischer machen, aber manche Banner sind auch von Produkten, die nicht für Kinder geeignet sind.

Strenge Regeln
Im Karriere-Modus kommt es nur auf das Gewinnen an. Kommt man nicht unter die vorderen Plätze, gibt es nicht so viele Punkte und man kommt nicht voran. Wir fanden dies etwas streng und demotivierend, denn schließlich ist man ja schon in der Formel 1 angekommen, was ein großer Erfolg ist. Gut gefiel uns, dass wir bei den verschiedenen Strecken auch etwas von den jeweiligen Ländern mitbekamen. Die Umgebung in Singapur sieht anders aus als die in Deutschland. Am Ende spielt das aber nur am Rande eine Rolle, denn man möchte sich ja auf das Fahren konzentrieren.

Sprache und Sound
Die Sprache im Spiel ist komplett auf Deutsch. Dies gilt sowohl für die Texte im Menü sowie für die gesprochenen Erklärungen, zum Beispiel bei den verschiedenen Strecken. Auch im Karriere-Modus wird Deutsch gesprochen und wenn man etwas nicht versteht, kann man auch die Untertitel lesen. Leider ist das Gesprochene im Karriere-Modus jedoch nicht lippensynchron.
Der Sound im Spiel vermittelte uns ein gutes Renngefühl. Die Motoren- und Bremsgeräusche klingen nach echter Formel 1. Vor allem die Situation beim Start ist sehr aufregend und die spannendste Phase vom gesamten Rennen. Die Anweisungen unseres Team-Managers während der Fahrt sind hingegen leider nur schlecht zu verstehen und meistens wiederholt er sich auch. 

Fahrer und Spieler
Da wir keine Formel 1-Kenner sind, waren uns die Teams und Fahrer vorher nicht bekannt. Leider gab es sowohl für Fahrer als auch für Autos keine unterschiedlichen Stärken und Schwächen und so war es egal, wen man auswählte. Es fühlte sich alles gleich an. Meistens wählten wir die Teams aus, deren Marke wir kannten. Immerhin konnten wir uns im Karriere-Modus unseren eigenen Fahrer zusammenbasteln und unser Auto verbessern.
Wir fanden es jedoch 
sehr schade, dass es im Offline-Modus nicht möglich ist, gegeneinander zu zweit auf einem Bildschirm anzutreten. Für uns ist das ein Hauptgrund, das Spiel nicht zu kaufen!

Für Anfänger und Profis
Das Spiel bietet sowohl Anfängern als auch Profis jede Menge Einstellungen (Wetter, Stärke der Gegner, Autoeinstellungen etc.), um Spaß zu haben. Anfänger fahren beispielsweise erstmal mit Automatik, während Profis auf Gangschaltung setzen. Zudem können Neulinge erstmal ein paar Runden im Zeitfahr-Modus drehen, bevor sie ein echtes Rennen fahren. Wer sein Auto gut beherrscht, geht dann in den Karriere-Modus, um sich einen Formel 1-Star aufzubauen. Leider wiederholen sich hier die Vorgänge immer wieder. Sowohl vom spielerischen Ablauf, als auch von den Wiederholungen in den Videos. Hier wäre es besser, wenn man sich verschiedene Items kaufen könnte, um seinen Fahrer individueller zu gestalten. Man muss sich auch nicht in die Formel 1 hocharbeiten, sondern fängt direkt als Formel 1-Fahrer an. Das ging uns etwas zu schnell.

Fazit:
Aufgrund der Steuerung und der Geschwindigkeit des Spiels sowie der zahlreichen Einstellungen, ist das Spiel erst für Kinder ab 6 Jahren interessant. Jüngere Spieler wären mit der Geschwindigkeit des Spiels überfordert, zudem muss man bereits gut lesen können, um alle Teile des Spiels und das Menü verstehen zu können. Auch die zahlreichen  Regeln der Formel 1 könnten jüngere Kinder verwirren sowie der Ablauf im Karriere-Modus und die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, um sich das Siel einfacher zu machen. Diese müssen verstanden werden und es gab einige Fachbegriffe, die selbst wir noch nicht kannten. Ohne diese spezifischen Einstellungen kann es zu Frustration kommen. In anderen Rennspielen, wie zum Beispiel Mario Kart, muss man hingegen nicht so sehr darauf achten, auf der Strecke zu bleiben wie in diesem Game.

Diese Beurteilung wurde von jugendlichen Testern verfasst und durch die Redaktion ergänzt.

von Rahim K. & Marvin G.

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Spieletester
HeroGamers
Bonn
Bewertung Spielspass

Wir finden F1 2016 eignet sich als Rennspiel wirklich nur für Formel 1 Fans. Das liegt vor allem an den wenigen Strecken und Autos. Letztgenannte fahren sich alle gleich und es macht keinen Unterschied, welchen Fahrer man auswählt. Länger motivieren konnte uns nur der Karriere-Modus und das Aufsteigen zu einem Formel 1-Star. Dass man offline nicht an einem Bildschirm gegeneinander fahren konnte, hat uns nicht gefallen. Grafik und Sound sind dagegen top und bieten echten Fahrspaß.

Wir denken Formel 1-Fans bekommen in diesem Spiel alles, was sie möchten. Echte Fahrer, Strecken, Autos und einen realistischen Spielablauf. Grafik und Sound lassen ein Gefühl aufkommen, als würde man wirklich live dabei sein. Nur ein echtes Schadensmodell gibt es leider nicht. Alle, die sich nicht in der Formel 1 auskennen, müssen sich erstmal in dieser „Welt“ zurechtfinden und sich mit den Regeln vertraut machen. Wirklich geärgert hat uns nur, dass es offline keinen 2 Spieler-Modus gibt.