Limbo

Genre
Jump&Run
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Playdead
Erscheinungsjahr
2010.07
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One, Mac, Playstation Vita, iOS, Android
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Xbox Live, Playstation Network, Steam
Kurzbewertung
Düsteres Jump&Run mit kniffligen Rätseln
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Interessant für
Fans von kniffligen Rätseln
Sprache
komplett ohne Sprache
Grafik
düstere und minimalistische Schwarz-Weiß-Grafik
Sound
atmosphärische Soundkulisse

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
namenloser Junge
Mehrspielermodus
nicht vorhanden
Spielforderungen
logisches Denken
Zusatzkosten
nicht vorhanden
Problematische Aspekte
düstere und bedrohliche Stimmung
Gruppenleiter
Sven Bartel
Spielhaus in Bielefeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Der 2D-Side-Scroller des Unternehmens Playdead Studios wurde erstmalig 2010 für die Xbox 360 veröffentlicht. Mittlerweile gibt es Limbo für fast alle gängigen Spiele-Plattformen. Die Spieler_innen steuern einen namenlosen Jungen, der sich in einem bedrohlichen Wald seinen Ängsten stellen muss. Es gilt allerhand Rätsel zu lösen und feindselige Kreaturen zu überwinden, um die Schwester des kleinen Jungen zu finden. Das Spiel behandelt eine sehr düstere Thematik. Ein kleiner Junge alleine in einem düsteren Wald, umringt von totbringenden Fallen und Monstern. Das Jump&Run ist somit sicherlich nichts für schwache Nerven.

Pädagogische Beurteilung:
Spielbeginn und Athmosphäre

Das Spiel startet sehr untypisch. Es gibt weder eine Einführung in die Steuerung noch Sequenzen, die dem Spieler die Geschichte näherbringen. In einer düsteren Schwarz-Weiß-Atmosphäre steuern die Spielenden einen Jungen, der sich wie ein Schatten durch sein persönliches zweidimensionales Fegefeuer begibt. Der namenlose Junge befindet sich mitten in einem Wald und ist auf der Suche nach seiner Schwester. Auf dieser Reise begegnet er auch anderen Menschen und Tieren, die ihn entweder angreifen, vor ihm fliehen oder bereits tot sind. Gerade in dieser Ungewissheit, die Limbo mit sich bringt, liegt die Aufforderung, sich auf eigene Faust mit der Spielmechanik und der subtil gestalteten Storyline auseinanderzusetzen. Die vom Spiel gestellten Aufgaben tragen einen großen Teil zu dieser eigenen und speziellen Atmosphäre bei. Während die Spieler_innen anfangs lediglich über Abgründe springen, auf Hindernisse klettern oder Fallen ausweichen, gilt es schon bald auch einigen Gegnern, wie einer riesigen Spinne, geschickt zu entkommen. Durch die bereits beschriebene düstere und schaurige spielumgebung, steigert sich sichtlich sowohl die Spannung als auch die Neugierde, diese unbekannte Welt zu erkunden. 

Grafik, Sound & Steuerung
Die Grafik macht hierbei bemerkbare Abstriche bei dem Detailreichtum, jedoch bewirkt diese Sparsamkeit, dass die wesentlichen Dinge besser in den Vordergrund gestellt werden und Limbo erst sein sehr eigener Charme verliehen wird. Des Weiteren verzichtet Limbo auf eine musikalische Untermalung und setzt vielmehr auf prägnante basslastige Soundeffekte. Grollen, Pfeifen und Zischen, dass einem die Haare zu Berge stehen, verleihen dem Spiel erst seinen gruseligen Charakter.
Die Steuerung ist nach einigem wahllosen Herumtippen auf der Tastatur schnell erlernt. Da sich diese lediglich auf die Pfeiltasten und die Steuerungstaste (Strg) beschränkt, ist sie geradezu selbsterklärend. Trotzdem braucht es einige Spielminuten, um sich mit der Spielmechanik vertraut zu machen. Bereits zu Beginn täuscht man sich oft an den zuerst simpel aussehenden Aufgaben, die sich nach genauerer Betrachtung als sehr viel komplexer herausstellen. Es wird somit die eigene Frustrationstoleranz auf die Probe gestellt. Limbo geizt zwar mit Hinweisen, doch dank der gut umgesetzten Spielphysik beim Herumprobieren mit Kisten, Wippen, Wagen, Seilen und Schaltern ist man stets motiviert, doch noch zu einer Lösung zu kommen.

Fazit:
Limbo distanziert sich von den klassischen 2D-Jump&Runs auf eine sehr verträumte, wenn auch alptraumhafte, Art und Weise. Das Licht- und Schattenspiel, das Flackern und die dargebotene Geräuschkulisse laden in eine Welt ein, in der man sich gut einige Zeit verlieren kann. Des Weiteren bittet es den Spieler_innen viel Abwechslung. Sehr oft ist ein Umdenken vonnöten und obwohl die Spielenden hin und wieder an einer Aufgabe zu verzweifeln drohen, kann die letztendliche Lösung immer für ein Grinsen sorgen. Die Tester_innen, die dieses Spiel getestet haben, würden es ihren Freunden weiterempfehlen, da es auch beim gemeinsamen Spielen an keinerlei Spannung verliert. Aufgrund der düsteren Thematik und der schaurigen Atmosphäre eignet sich Limbo jedoch nicht für Kinder. 

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Spieletester
Spielhaus in Bielefeld
Bielefeld
Bewertung Spielspass