Xenoblade Chronicles X

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2015.12
Systeme
Wii U
System im Test
Wii U
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Umfangreiche Rollenspielkost für die Wii U
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Rollenspielfans, die sich für sehr lange und textlastige Abenteuer begeistern können
Sprache
Deutsche Untertitel, Englisch/Japanische Sprachausgabe
Grafik
3D-Anime-Optik
Sound
Orchestral unterlegt

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Selbsterstellter Spielcharakter
Mehrspielermodus
Kooperativer Online-Mehrspielermodus
Spielforderungen
Leseverständnis, taktisches Geschick
Zusatzkosten
Kostenpflichtig herunterladbare Inhalte, die das Spielerlebnis erweitern
Problematische Aspekte
Kämpferische Inhalte, dystopisches Zukunftsszenario
Gruppenleiter
Sven Bartel
Spielhaus in Bielefeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Bei Xenoblade Chronicles X handelt es sich um den Nachfolger von Xenoblade Chronicles, welches für die Wii und den Nintendo 3DS erschien. Trotz der Ähnlichkeiten im Namen, wird hier nicht die Geschichte des Vorgängers weitererzählt. Das Rollenspiel verfügt sowohl über einen Singleplayer als auch einen Online-Multiplayer-Modus.
Das Abenteuer startet mit einer längeren Videosequenz, in der sich die Spieler_innen in der Zukunft wiederfinden. Im Weltall herrscht ein erbitterter Streit zwischen zwei außerirdischen Gattungen. Dieser Krieg hat dafür gesorgt, dass letztendlich der Planet Erde nach und nach unabsichtlich zerstört wurde, sodass die Menschen gezwungen waren, in großen Raumschiffen zu fliehen. Bei diesem Versuch wurden alle Schiffe bis auf eines, den sogenannten "weißen Wal'', zerstört. Zwei Jahre später entsteht ein erneuter Konflikt zwischen den Überlebenden der Erde und den Außerirdischen. Nachdem das Raumschiff der überlebenden Menschen stark beschädigt wurde, sind diese zur schnellstmöglichen Landung gezwungen. Der nächste Planet, der sich zur Landung eignet, ist der Planet ''Mira''. Nach der Bruchlandung ist das Schiff gänzlich zerstört, was wiederum von den Menschen fordert, sich mit der Situation zu arrangieren, um weiterhin zu überleben. 

Pädagogische Beurteilung:
Aller Anfang ist vielfältig
Nach dieser Vorgeschichte gelangt man in einen Charaktereditor. Hier kann das Aussehen der Spielfigur individuell angepasst werden, was den Tester_innen aufgrund der vielfältigen Auswahl besonderen Spaß machte. Nachdem der Charakter gestaltet war, wurde noch ein Namen für diesen eingetragen, bevor das Abenteuer beginnen konnte. Das Spiel startet in einem Dialog mit der Teamleaderin Leutnant Elma, die den Spieler_innen leicht verständlich erste Instruktionen über die zu bewältigenden Aufgaben gibt. Innerhalb der Dialoge können die Spieler_innen verbal als auch durch Gestik und Mimik selbst entscheiden, was sie antworten möchten. Ob dieser Faktor jedoch die Story beeinflusst, wird vorerst nicht deutlich.

Fremde Welten
Die Hauptaufgabe der ersten Spielminuten ist es, die Gegend zu erkunden und ein Gefühl für die Spielmechanik zu bekommen. Die grafische Gestaltung ist gelungen, jedoch nicht zeitgemäß im Vergleich zu ähnlichen Titeln. Dennoch schafft es Xenoblade Chronicles X durch abwechslungsreich dargestellte und weitläufige Biome eine Atmosphäre der Ungewissheit und Faszination zu erzeugen. Das Spiel begeisterte die Tester_innen zudem mit einer perfekt zur Situation passenden Musik, die die Spannung beim Spielen, beispielsweise in einer Kampfsituation, noch steigert. Die Schusswaffen lösen bei Gegnern keine expliziten Verletzungen aus, lediglich der Bildschirmrand leuchtet leicht rot auf, sobald man Schaden erleidet.

Steuerung und Kämpfe
Zu Beginn starten Spieler_innen mit zwei Waffen, einem Messer und einem Gewehr. Wirft man nun einen Blick auf die Steuerung, ist diese für einen Wii U-Neuling zuerst sehr befremdlich und es braucht etwas Zeit, um sich mit dieser zurechtzufinden. Eine Hilfe ist hierbei die Erklärung der Steuerung, die im Kampf dauerhaft unter der Minimap erscheint.
Nach den ersten Auseinandersetzungen wurde vor allem negativ bemängelt, dass die Funktion Schießen nicht genretypisch den Schultertasten, sondern der A-Taste zugewiesen ist, was bei den Tester_innen einige Verwirrung stiftete. Negativ fiel außerdem auf, dass Schüsse auf Gegner automatisch abgegeben werden, auf die Zielrichtung oder die Anzahl der Schüsse kann keinen Einfluss genommen werden. Um die Kämpfe trotzdem aktiv zu gestalten, werden in bestimmten Momenten Quicktime-Events genutzt, die die Spieler_innen auffordern, eine auf dem Bildschirm angezeigte Taste zu drücken. Die Meinung unter den Tester_innen, ob man dadurch für den Autopiloten des Schießens und Zielens entschädigt wird, war hier deutlich geteilt.

Motivation durch Levelaufstiege
Besiegt man Monster, schließt Aufgaben ab, erkundet Orte oder Wrackteile erhält die Spielfigur Erfahrungspunkte. Hat man eine bestimmte Menge angesammelt, kann man im Level aufsteigen, was einem die Möglichkeit gibt, die Ausrüstung zu verbessern, um gegen stärkere Monster antreten zu können. Dies empfanden die Tester_innen als gelungenen Anreiz, um die Motivation auf lange Zeit zu erhalten.

Fazit 
Nach unserem ersten Eindruck können wir sagen, dass Xenoblade Chronicles X mit ungefähr 100 Spielstunden und dem damit einhergehenden Umfang sicherlich nichts für Zwischendurch ist. Hier werden Spieler_innen angesprochen, die sich langfristig mit demselben Spiel auseinandersetzen wollen. Mit seiner Thematik und Hintergrundgeschichte trifft es die Interessen von Rollenspielfans und sorgt für ein fesselndes Erlebnis. Die Geschichte präsentiert sich außerdem sehr textlastig und erfordert deswegen ein ausgeprägtes Leseverständnis. Um einen längeren Spielspaß zu haben, würden wir Xenoblade Chronicles X eher denjenigen empfehlen, die schon mit solch einer Art von Rollenspielen erfahren sind. Trotzdem besteht hier das Potential auch unerfahrene Spieler ab 14 Jahren zu begeistern. 

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Spieletester
Spielhaus in Bielefeld
Bielefeld
Bewertung Spielspass