RTL Skispringen 2005

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
RTL
Erscheinungsjahr
2004.11
Systeme
PC, Playstation 2
System im Test
PC
Kurzbewertung
Skifliegen wie die Profis
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

RTL Skispringen entführt den Spieler in eine Welt, in der sich alles um Flugweiten, Telemark und Sprungkraft dreht.


Herangeführt an den Ablauf eines Skiflugs wird der Spieler in einem Tutorial, in dem alle Phasen eines Skisprungs erklärt und die entsprechenden Tastenkombinationen am Eingabegerät geübt werden. Der eigentliche Flug des Skispringers dauert nur Sekunden, der Bewegungsablauf jedoch ist höchst kompliziert und erfordert Training und Disziplin. Um den virtuellen Skiflug exakt und mit den richtigen Weiten ausführen zu können, muss man das Timing mit der Steuerung zu beherrschen lernen sowie Konzentration und eine gute Auge-Hand Koordination mitbringen.


Gespielt wird allein oder nacheinander im Wettbewerb mit bis zu 6 Mitspielern.
Im Hauptmenü stehen folgende Modi zur Auswahl: Übungsmodus, Karriere, Schnellstart und Springermodus. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit in einem Quiz sein Wissen über Skispringen zu verbessern, im Aufgaben-Modus zusätzliche Bonus-Gegenstände für das Spiel freizuschalten und im Rekorde-Menü die eigenen Fortschritte und Leistungen zu bestaunen.
Der Übungs- und Schnellstartmodus bietet auch unerfahrenen Spielern einen schnellen Einstieg ins Spiel. Hier können die eigenen Fähigkeiten trainiert und verbessert werden, wobei der Computer die notwendigen Einstellungen vornimmt.
Der Karrieremodus vermittelt einen Einblick in das anstrengende Trainingsleben eines Skispringers. So muss der Skispringer z. B. mit Hilfe eines Trainers seine Sprungkraft, Fitness, Motivation und Gewicht auf Wettkampfniveau bringen. Außerdem muss das Material ausgewählt und einsatzbereit gehalten sowie im Tourkalender die Veranstaltungen festgelegt werden, an denen der virtuelle Hoffnungsträger teilnehmen soll. All dies erfordert vom Spieler Geduld, taktische Erwägungen und planerisches Geschick.


Die detaillierte und realistische Grafik des Spiels ist beeindruckend und vermittelt besonders in den Wettkampfsituationen den Eindruck einer Sportübertragung im Fernsehen beizuwohnen. Die Kinder, die diese Wintersportart fasziniert, empfanden es als „cool“, dass man in allen Wettkämpfen gegen bekannte Skispringergrößen aus der realen Schanzenszene antreten kann. Überhaupt waren sie angetan von der ihrer Meinung nach sehr realistisch und stimmig wirkenden Präsentation der verschiedenen Sprungschanzen mit ihren jeweils speziellen Besonderheiten und der Tatsache, dass die Wettkämpfe auch noch von unterschiedlichen Wetterverhältnissen, wie Wind und Schnee, beeinflusst werden können. Audiokommentare von Sportreportern (wählbar in deutscher oder englischer Sprache), die kleine Anekdoten zu Schanzen und die Bewertung des jeweiligen Sprungs von sich geben, runden dieses Meinungsbild ab.


Hauptsächlich gespielt wurde „RTL-Skispringen“ von Jungen, die sich besonders herausgefordert fühlten, wenn sie mit mehreren Mitspielern im Wettkampf gegeneinander antreten konnten. Wer schafft die Qualifizierung und besteigt am Ende das Siegerpodest? Trotz dieser anregenden und sehr unterhaltsamen Spannungsmomente ist anzumerken, dass das Sportspiel nur wenig Interessierte fand und diese, bis auf vereinzelte Ausnahmen, nur kurzweilig begeisterte.