Midnight Club 3 – Dub Edition

Genre
Rennspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Take 2
Erscheinungsjahr
2005.04
Systeme
Playstation 2, Xbox, Playstation Portable
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
actionreiches Straßenrennen mit getunten Fahrzeugen
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Wer rast nicht gern zu lauter Rap- oder Rockmusik in einem schnellen Wagen durch die beleuchteten Strassen einer Großstadt und gibt sich dem Rausch der Geschwindigkeit hin? Bei „Midnight Club Dub Edition“ dreht sich alles um Geschwindigkeit, schnelle Auto- und Motorradrennen und Tunen. Gespielt wird in drei amerikanischen Großstadtleveln mit detailliertem und urbanem Flair.
Es stehen die Spielvarianten Karriere, Arcade, Netzwerk und Renneditor zur Verfügung.

Im Arcade-Mode können Rennen ohne lange Wartezeiten gegeneinander gefahren werden. Der Renneditor ermöglicht dem Spieler eigene Rennstrecken zu schaffen, indem er Checkpoints in eine Stadtkarte setzt. Diese können gegen den Computer oder menschliche Gegner auch online und im Netzwerk gefahren werden.

Im Karriere-Modus erhält der Spieler zu Beginn ein Startkapital, das er für das Auto seiner Wahl ausgeben kann. Hilfestellungen bietet ihm der Besitzer einer Autowerkstatt, der ihn mit Tipps zur Straßenrennszene und den neuesten Tuning-Parts versorgt. Sprech- und Videosequenzen sind in englisch eingesprochen und mit deutschen Untertiteln versehen, was aber durchaus zum Charakter des Spiels passt.
Mit seinem Fahrzeug kreuzt der Spieler frei durch die Stadt. Dabei sind ihm sprichwörtlich keine Grenzen gesetzt und so kann er durch Parks, Hinterhöfe und sogar Gebäude fahren. Die Stadtlandschaften sind liebevoll animiert und neben Gegenverkehr und Fußgängern bringen Ereignisse wie Feuerwehreinsätze und Straßenarbeiten zusätzlich Leben und Bewegung in das Stadtbild. Für den jungen Autofreak gibt es in der Stadt genug zu tun, denn auf ihn warten verschiedene Herausforderungen mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad. Eine im Bild eingeblendete Navigationskarte gibt ihm Auskunft über Rennmöglichkeiten in der Stadt. Er kann andere rennwillige Autofahrer suchen und herausfordern, an Stadtrennen teilnehmen oder sich gegen verschiedene Autoclubs behaupten.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Autorennspielen finden hier die Rennen nicht auf eindeutig gekennzeichneten Rennstrecken statt, sondern sind auf das gesamte Stadtstraßennetz verteilt. Der richtige Rennverlauf muss also selbst herausgefunden werden, entweder mit Hilfe einer Navigationskarte oder indem man einem anderen Rennteilnehmer folgt bzw. Abkürzungen und Schleichwege ausprobiert. Im Vorteil ist, wer sich in der Stadt auskennt.
Mit dem in Straßenrennen verdienten Geld kann man das eigene Fahrzeug hinsichtlich der Geschwindigkeit technisch stärker aufrüsten und im Aussehen cooler gestalten, was zu mehr Anerkennung bei den anderen Fahrern führt. Die Auswahl an Zubehörteilen ist riesig und wächst mit zunehmendem Rennerfolg weiter an. Es kann alles modifiziert werden, von der Stoßstange bis zum Heckspoiler, der eigenen Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Das Spielprinzip in diesem Autorennspiel ist simpel und erfolgreich zugleich. Im Grunde geht es um Autos, Motorräder, Geschwindigkeit und Wettrennen. Die Jungen in unseren Computergruppen waren jedenfalls begeistert. Es bereitete ihnen einen enormen Spaß, sich mit anderen im Geschwindigkeitsrausch zu messen und dabei das Letzte an Optik, Sound und Leistung aus ihren aufgemotzten Straßenrennwagen herauszuholen. Die wilden Rennfahrer müssen reaktionsschnell und konzentriert handeln und ein ausgeprägtes Orientierungsvermögen unter Beweis stellen.
Die Spiellandschaft ist dazu detailliert und passend gestaltet, die comicartige Aufmachung schafft den notwendigen Abstand zur Realität. Zusammenstöße mit anderen Rennfahrern bleiben folgenlos und die Fahrzeuge sind auch mit Blechschaden weiterhin fahrtüchtig.

„Einfach mal losheizen können“ (Sven, 8), das ist einer der Faszinationsgründe dieses Rennspiels. Nicht immer auf alles achten müssen, Grenzen mal überschreiten können und sich in einem leicht verständlichen Regelwerk mit anderen einmal messen und erfolgreich behaupten können, sind weitere Gründe. Autos, Motorräder, Geschwindigkeit und Grenzüberschreitung geben besonders männlichen Kindern und Jugendlichen das Gefühl von Freiheit und erwachsen sein. In “Midnight Club – Dub Edition” können sie dieses Gefühl zeitweilig ausleben und zusätzlich ihre Fähigkeiten im Wettstreit mit anderen vergleichen. Abgerundet wurde dieses positive Gefühl durch den ansprechenden Soundtrack im Spiel. Die vielen topaktuellen Hits mit ihren verschiedenen Musikstilen sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre und Wiedererkennungsbekundungen: „Ey geil, das ist 50Cent! Mach mal lauter!“ (Emre, 12).