Arms of God
Grafisch aufwendiger Rogue-Lite und Auto-Shooter in einer düsteren Atmosphäre.
Allgemeines
Das Spiel befindet sich aktuell (Stand August 2026) im Early Access und wird kontinuierlich weiterentwickelt und noch auf weiteren Plattformen veröffentlicht. Momentan können 4 Akte mit 10 Charakteren genutzt werden.
Jugendschutz & Altersempfehlung
USK Alterskennzeichen
Spielmodi:
- nur alleine spielbar
Pädagogische Altersempfehlung
Spielbeschreibung
In Arms of God vom Entwicklerteam Dark Jay Studio aus Polen steuern wir einen von zehn möglichen Charakteren, die in einer dystopischen Welt gegen Dämonen und andere Monster kämpfen. Als eine Art Templer-Orden nutzen wir hierbei futuristische Waffen, aber auch klassische Schwerter, welche wir stetig erweitern und verbessern. Dank unserer mechanischen Ausrüstung können wir bis zu fünf Waffen gleichzeitig tragen, welche dann automatisch abgefeuert und gegen die Monsterhorden genutzt werden. Mit jedem erledigten Gegner sammeln wir sogenannte Seelen, welche wir als Währung für unsere Erweiterungen zwischen den einzelnen Missionen ausgeben. Wir müssen uns hierfür aus einer Liste an zufällig vorgelegten Objekten entscheiden, was wir kaufen möchten. Manche Effekte haben auch negative Wirkungen, je nachdem welche Art von Waffe wir nutzen. Wir können unsere Spielfigur auch selbst passiv verbessern, um länger in diesen kurzen Arenakämpfen durchhalten zu können. Werden wir besiegt, gilt dieser Durchlauf oder Run als beendet und wir müssen wieder bei null von vorn anfangen. Das Spiel erzählt zudem über Texttafeln eine lineare Geschichte über Dämonen und wie wir die einzelnen Bereiche von ihnen säubern. Nach jedem erfolgreichen Run erhalten wir dauerhafte Verbesserungen und können unsere Spielfiguren dementsprechend anpassen. Durch das ständige Wiederholen und Ausprobieren bestimmter Waffenkombinationen verbessern wir unsere eigenen Spielverläufe und den Erfolg je Durchlauf.
Pädagogische Beurteilung
Fünf Waffenarme gegen das Böse
Das Spiel schmeißt uns direkt in ein düsteres Tutorial, in dem wir als Templer eine Ortschaft mit Kathedrale von Dämonen befreien müssen, damit wir diese dann als sichere Basis für weitere Missionen nutzen können. In jeweils 15 kurzen Kapiteln pro Durchlauf werden wir durch Texttafeln auf das jeweilige Level eingestimmt und informiert, welche Arten von Monstern und welche möglichen Relikte uns erwarten. Die Kampfareale sind abgesteckt und wir müssen solange überleben, bis unser Hauptartefakt, ein besonderes Kreuz, das Gebiet von allen Monstern befreit. Wie bei einem Autobattler üblich, sind wir ständig in Bewegung und weichen Monsterattacken aus, während unsere Waffen automatisch auf die vielen Gegner zielen und diese hoffentlich schnell erledigen. Wir sammeln währenddessen hinterlassene Punktekugeln (sogenannte Seelen) auf, damit wir diese zwischen den Spielabschnitten als Währung zum Kauf von neuen Waffen und Erweiterungen ausgeben können. Die Herausforderung besteht darin, sich geschickt durch die Monsterhorden zu manövrieren, Punkte einzusammeln und weitere Relikte für Boni zu aktivieren, ohne dass wir das Zeitliche segnen, da wir sonst wieder bei null und von vorne anfangen müssen.
Je nach Waffenauswahl kämpfen wir entweder mit Feuerwaffen, nutzen heilige Kraft oder konzentrieren uns auf elektrische Waffenangriffe. Wir schalten zudem passive Effekte mit Vor-, aber auch Nachteilen frei, die uns während der 15 Runden helfen sollen, länger durchzuhalten. Dabei gilt es den eigenen Aufbau (den sogenannte Build) im Auge zu behalten, denn wir können auch falsche Upgrades auswählen, die für unsere Waffen eher einen Nachteil bringen. Es kommt während der Runden auf unsere aktuellen Entscheidungen an, was den Wiederspielwert und Reiz ausmacht, es beim nächsten Mal besser zu machen.
Genretypisch werden die einzelnen Kapitel in bestimmten Variablen zufällig generiert. So können die Monster abwechseln, die Relikte und ihre Fundorte sind immer anders und auch die Belohnungen und möglichen Verbesserungen, welche wir zwischen den Kapiteln erwerben können, sind zufällig. In unserer Basis können Gebäude freigeschaltet werden, welche uns dauerhafte Vorteile geben oder wir können während der Durchgänge bessere Waffen kaufen.
Diablo trifft Vampire Survivors trifft Warhammer 40k
Das Spielprinzip beinhaltet Elemente aus verschiedenen anderen Spiel(genres). Der Kampf gegen Dämonen aus der Hölle erinnert an die Diablo-Reihe, das Spiel selbst ist ein Autobattler im Stile von Vampire Survivors und dass wir einen religiösen Templerorden mit futuristischen Waffen steuern, erinnert an Warhammer 40.000 (Diese Vorlagen nennt auch Entwickler Dominik Sójka selbst). Die 3D-Grafik ist zeitgemäß und die vielen Monster und Dämonen detailliert animiert und zahlreich. Die treibende Heavy-Metal-Musik und die vielen Monster sowie unsere Waffeneffekte bilden eine actionreiche Spielatmosphäre. Bei den vielen ablenkenden Effekten ist es teilweise nicht einfach, Lücken zu finden, um nicht von den Gegnern getroffen zu werden. In der Hektik kann es durchaus passieren, dass man die eigene Lebensanzeige aus den Augen verliert, da man mit ständigen Richtungswechseln, Ausweichmanövern oder dem Öffnen von Kisten beschäftigt und abgelenkt ist. Die eher düstere und trostlose Atmosphäre, der Stil und die Animationen sowie das hektische Gameplay richten sich an Ältere, die bereits Erfahrung mit ähnlichen Titeln haben, um sich schnell zurechtfinden zu können.
Early Access im Jahr 2026
Nach vier Jahren Entwicklungszeit befindet sich Arms of God im sogenannten Early Access. Es kann bereits gespielt werden, ist aber noch nicht im finalen Zustand. Besonders Indiestudios nutzen diese Möglichkeit der frühen Veröffentlichung, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu erreichen. Das Spiel wird bis zur finalen Version regelmäßig geupdated, um Fehler wie Bugs und neue Inhalte Stück für Stück einzufügen. Bislang fand die Demoversion positive Aufmerksamkeit und ein Spieldurchlauf ist ohne Probleme möglich. Inhaltlich sind die 4 Dungeons mit insgesamt 60 Kapiteln nach wenigen Stunden durchgespielt. Das Tutorial dauert maximal 30 Minuten und nach mehreren Durchgängen hat man bereits alle Werte, Arten und Kombinationsmöglichkeiten verstanden. Final ist zudem auch ein lokaler kooperativer Modus geplant. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob alle geplanten Inhalte auch erscheinen, da das Team aus nur zwei Personen besteht. Dafür ist das Spiel jedoch in einem vergleichsweise guten Zustand und kann für mehrere Stunden unterhalten.
Fazit
Das Spiel thematisiert den Kampf gegen Dämonen und richtet sich aufgrund des Gewaltgrads und der geforderten hohen Aufmerksamkeit durch das hektische Gameplay an ältere Jugendliche und Erwachsene. Zudem müssen viele Texte gelesen und Wertetabellen verglichen und verstanden werden, um Entscheidungen zu treffen. Hat man den Ablauf von kurzen prägnanten Actionpassagen mit vielen Auswahlentscheidungen zwischen den Kapiteln verinnerlicht, kann man viel Spielspaß haben und Erfolge erzielen. Das Spiel bietet bereits viele abwechslungsreiche Varianten und Anpassungsmöglichkeiten, sodass wir uns in einem erneuten Durchlauf neu ausprobieren wollen. Auch das düstere und erwachsene Horrorsetting kann Interessierte und Fans ansprechen und eine Alternative zu bisherigen Autobattlern bieten.

