Titans Clinic
Besonderes VR-Spieleerlebnis über die Behandlung von Zähnen und Nägeln von riesigen Titanen.
Allgemeines
Jugendschutz & Altersempfehlung
Spielmodi:
- nur alleine spielbar
Pädagogische Altersempfehlung
Spielbeschreibung
Im VR-Spiel des australischen Entwicklungsstudios HyperVR Games sind wir Zahnärzt*innen in einer futuristischen Praxis und empfangen spezielle Kund*innen. Riesige Titanen kommen mit unterschiedlichen Problemen und Wünschen an uns heran und müssen von uns zufriedenstellend behandelt werden. An unseren Konsolen können wir unterschiedliche, teilweise verrückte Werkzeuge in unsere Hände nehmen, um die unterschiedlichen Probleme zu behandeln. Wir ziehen ganze Früchte und Speisereste aus den Zwischenräumen der Zähne oder können gesamte Zähne einfach herausziehen, um sie dann mit neuen gesunden Zähnen auszutauschen. Wir behandeln Mundgeruch auf der Zunge, entfernen Zahnstein oder Karies, putzen Zähne oder heilen kaputte Zähne. Und je nach Wunsch dekorieren wir die Zähne mit Steinen, Stickern oder speziellen bunten neuen Zähnen. Der Titan urteilt danach kurz mit einer positiven oder negativen Reaktion, wie gut wir alle Probleme und Wünsche erledigt haben und verlässt die Praxis. Alternativ können wir anstatt der Zähne auch die Fingernägel behandeln. Diese können wir reinigen, mit anderen gewünschten Fingernägeln austauschen und final lackieren. Andere Spielinhalte gibt es nicht.
Pädagogische Beurteilung
King Kong hat Bananen zwischen den Zähnen
Wir entscheiden bei allen Kund*innen einzeln, ob wir diese behandeln möchten. Teilweise kommen Prinzessinnen, riesige Gorillas oder Vampire zu uns. Sie beschreiben per Bild, welches Problem sie haben und was ihre Wünsche sind. Wir können versuchen, diese vollständig zu erfüllen oder machen etwas völlig anderes und können uns frei austoben. Die Kund*innen werden uns entweder ein Daumen nach oben zeigen, wenn wir alles gut gemacht haben oder verärgert weggehen, sobald wir fertig sind. Die Probleme reichen von Mundgeruch, welcher mit riesigen Insekten dargestellt wird, belegten Zähnen mit Zahnstein oder ganzen Früchten und anderen Seltsamkeiten in den Zwischenräumen der Zähne. Wir können entweder einzelne Zähne per Scanner nach Karies überprüfen, diese vorsichtig mit einem Bohrer entfernen oder die Zähne einfach ganz wild kaputtschlagen oder herausziehen, um sie dann mit neuen Zähnen auszutauschen. Das Spiel lässt uns freie Hand.
Mit Boxhandschuhen gegen Karies
Der alberne Charakter des Spiels wird dadurch verstärkt, dass wir teilweise sehr ungewöhnliche Wünsche erfüllen sollen und dann bunte Zähne herstellen und in die Zahnlücken einfügen können. Auch unsere Werkzeuge können dabei sehr unterschiedlich ausfallen und werden mehr oder weniger benötigt. Neben klassischen Werkzeugen wie Bohrer, einem Scanner und einer großen Zahnbürste können wir auch Boxhandschuhe anziehen und Zahnstein oder Karies, aber auch vollkommend gesunde Zähne herausschlagen. Wir können Zähne auch mit bloßen Händen rausnehmen und wieder einsetzen. Oder wir nutzen gleich Dynamit, um fast alle Zähne auf einmal zu entfernen. Die Titanen reagieren mit einer Tränenanimation, wenn wir zu wild sind, bleiben aber ansonsten geduldig und still.
Einschüchternde Titanen mit riesigen Zähnen
Da es uns überlassen ist, ob wir Kund*innen annehmen und wann wir diese wieder entlassen, passiert es nicht, dass diese uns plötzlich erschrecken oder nach uns beißen. Aufgrund des riesigen Mundraums ergibt sich in VR ein spezielles Erlebnis und Spielspaß. Spieler*innen mit negativen Erfahrungen mit Zahnärzt*innen könnten aber ein unangenehmes Gefühl bekommen, wenn ihnen die Behandlung zu realistisch erscheint. Das alberne Ambiente betont jedoch stets das Gefühl, dass es sich nur um ein Spiel handelt und nicht real ist. Die Figuren können einen aber auch ordentlich einschüchtern, wenn sie auf uns zuschreiten und ihren gigantischen Mund direkt vor uns öffnen. Besonders bei Jüngeren sowie Personen ohne VR-Erfahrung sollte auf die Wirkung der VR-Inhalte geachtet werden. Kürzere Spielzeiten sind hier nach Bedarf ratsam.
In das Spiel wurden zudem zwei Waffen hinzugefügt, einen Revolver sowie ein verkleinertes japanisches Schwert. Beide Waffen haben dieselbe Funktion wie die Boxhandschuhe und interagieren nur mit den Zähnen. Das An- und Abschalten der zusätzlichen Waffen erfolgt über das Hauptmenü, was im Test teilweise fehlerhaft funktionierte. Teilweise musste das Spiel komplett deinstalliert werden, um die Waffen abzuschalten. Dies ist ärgerlich, da man öfters überprüfen muss, ob die Funktion ausgeschaltet ist, da Kinder die Waffen sonst sehr leicht anschalten und nutzen können. Diese Skins stehen im Widerspruch zum ansonsten harmlosen Ambiente des Spiels und der Nutzung von albernen Werkzeugen, wie einer magischen Laserwaffe, die zufällig Zähne im Mund der Kundschaft hervorzaubert.
Fazit
Wer schon immer der Zahnarzt oder die Zahnärztin von King Kong sein wollte, hat hier die Möglichkeit, dies ungefährdet auszuprobieren. Jüngere Spieler*innen könnten von der gigantischen Größe der Kundschaft ordentlich eingeschüchtert werden, da selbst die Zähne so groß wie unser Kopf wirken. Das Spiel bietet als Alternative das Lackieren von Fingernägeln an, was eine willkommene Abwechslung darstellt. Nach einer halben Stunde hat man alle Inhalte des Spiel ausführlich kennengelernt, weshalb sich der VR-Titel auch für kurze lustige Runden mit Freund*innen oder im Kreis der Familie anbietet.
Bewertung der Spieletest-Gruppe
Kinder- und Jugendhaus Brake
Bielefeld


