Dune: Awakening
Umfangreiches 3D-MMO-Survival-Spiel im Universum der Science-Fiction-Reihe Dune.
Allgemeines
Jugendschutz & Altersempfehlung
Kosten:
- Kostenpflichtige DLCs erhältlich, die das Spiel um Inhalte erweitern
Zeit:
Spielmodi:
- Online
- Gegeneinander
- Miteinander
Zusatzinfos:
Pädagogische Altersempfehlung
Spielbeschreibung
Das 3D-MMO (Massively Multiplayer Online) vom Entwicklerstudio Funcom spielt im bekannten Buch- und Filmuniversum Dune, jedoch in einer alternativen Erzählung und Parallelwelt. In dieser wurde die Hauptfigur Paul Atreides nie geboren und die Buchhandlung findet nicht statt. In der umfangreichen Solokampagne, welche auf Online-Servern in derselben Region mit weiteren Personen gespielt werden kann, erleben und erlernen wir alle umfangreichen Spielinhalte, wie Survival Mechanismen, Crafting, Basis- & Fahrzeugbau, Kämpfe & Rollenspielelemente.
Nach 13 Regionen mit mehreren gebauten fahrenden und fliegenden Fahrzeugen, mehreren gebauten Basen, vielen Stunden Ressourcenabbau, sehr vielen erledigten Aufgaben für die Weiterentwicklung des eigenen Charakters und der Charakterwerte beginnt das Endgame von Dune: Awakening mit Ausflügen in die Tiefe Wüste, wo weitere wertvolle Schätze gefunden und abgebaut werden können. Das gesamte Spiel kann alleine oder gemeinsam als MMO (PvP, PvE & Gilden) gespielt werden und es gibt weitere Inhalte und Anpassungen, wie beispielsweise kostenpflichtige DLC-Erweiterungen in einem Season Pass.
Pädagogische Beurteilung
Alternative (erbarmungslose) Spielwelt
Wer bereits die Bücher oder Filme aus dem Dune-Universum kennt, wird sich schnell in dieser grausamen und erbarmungslosen Welt zurechtfinden. Da der Planet Dune nur aus Sand und Felsen besteht, ist Wasser die wichtigste Ressource und dementsprechend selten. In den ersten Spielstunden geht es also hauptsächlich darum, nicht zu verdursten. Zwar kann durch spezielle Pflanzen ständig etwas Wasser gefunden werden, jedoch hilft dies nur für eine kurze Dauer. Eine wichtige Quelle zur Wassergewinnung ist die Verarbeitung von Blut, welches von erledigten NPCs gewonnen wird. Im späteren Verlauf können wir schließlich hunderte Liter Wasser durch Maschinen erzeugen und sammeln, was für die Verarbeitung von anderen Materialien oder für den Bau von Fahr- und Flugzeugen nötig ist. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Ressourcen benötigt, abgebaut und weiterverarbeitet und jede neue spielbare Region erweitert das Spektrum an Materialien, welche wir finden können.
PvE oder PvP
Während im eigentlichen Universum der Bücher und Filme im Nahkampf hauptsächlich mit Messern und Schwertern gekämpft wird, finden sich in Dune: Awakening auch verschiedene Schusswaffen, die laut Beschreibung mit selbstgebauten Pfeilen als Munition funktionieren. Es wird im Spiel ständig virtuell getötet und Gegner werden auch direkt als Ware verstanden, da sie Loot und Blut hinterlassen. Später werden auch ganze Leichen für die Wassergewinnung verarbeitet, was Teil der Welt von Dune ist. Überall lauern zudem Gruppen von Scavengers (Plünderer) oder riesige Sandwürmer, aber auch freundliche bzw. feindliche Spielfraktionen der beiden Hauptfraktionen Atreides & Harkonnen. An Handelsposten oder Festungen und seltenen Städten kann man handeln und Aufträge annehmen. In diesem Gebieten treffen wir NPCs und auch echte Spielende des Servers und es gilt Frieden in diesen sicheren Gebieten, in denen nicht gekämpft werden kann. In den 13 vorgefertigten Regionen des Hagga-Beckens gilt dagegen die PvE Regelung, Player versus Environment, sodass sich andere Spielende nicht verletzen oder bekämpfen können. Nur an speziellen markierten Stellen, meistens abgestürzten Raumschiffen, gilt die PVP Regelung, Player versus Player. Hier können sich Spielende gegenseitig aktiv bekämpfen und somit auch Ausrüstung nach dem virtuellen Ableben plündern. Wurde man selbst besiegt, erscheint die Spielfigur wieder an einem der ausgewählten Wiedereintrittspunkte (Spawn-Stellen) und kann teilweise direkt erneut gegen dieselben Gegner kämpfen. Das eigene virtuelle Ableben ist somit ständiger Begleiter der Spieleerfahrung.
Basenbau & Gildenspiel
Ein Großteil der Spielzeit wird neben der Hauptkampagne und vielen optionalen Nebenaufgaben besonders mit dem Bauen der eigenen Basen verbracht. Nur dort können die gesammelten Ressourcen, Waffen, Materialien, Rüstungen und Fahrzeuge sicher verstaut und weiterverarbeitet werden. Da regelmäßig gefährliche Sandstürme über die Karte wehen, muss auch Schutz gesucht werden, da wir sonst verletzt oder unsere Fahrzeuge beschädigt werden. Selbst unsere Basen würden dauerhaft Schaden nehmen, wenn wir diese nicht mit einem Schutzschild sichern. Dafür wird dauerhaft Energie benötigt, welche in einem Zyklus von maximal 20 Tagen wieder aufgeladen werden muss, da sonst die Basen und der gesamte Inhalt darin langsam dauerhaft vom Server verschwinden. Für die Basen müssen zudem Steuern bezahlt werden. Durch die verschiedenen Funktionen wird eine aktive Beteiligung über Wochen und Monate verlangt und ein Zubauen der gesamten Karte verhindert. Pro Spieler*in können maximal drei Basen auf dem Server gebaut werden und auf jedem Server können bis zu 60 Personen gleichzeitig spielen. Ein Serverwechsel ist möglich, erfordert aber einen gewissen Neustart auf dem neuen Server.
Ein Spielelement in Dune: Awakening (und in anderen MMOs) ist der gemeinsame Bau einer Gildenbasis, denn es kann befreundeten Spielenden grundsätzlich geholfen und zusammen gebaut werden. Eine eigene gegründete Gilde schaltet zudem weitere Spielelemente frei. Dort beteiligen wir uns an dem Landsraad, einem Ränkespiel der verschiedenen Fraktionen, oder erledigen jede Woche Aufgaben, um die Gunst der 25 Häuser zu erlangen. Und gewinnt eine Seite die Mehrheit – wir müssen uns irgendwann im Spiel für die Seite der Atreides oder der Harkonnen entscheiden – erhält diese für die kommende Woche einen Vorteil.
Zwar kann auch alleine gespielt werden, jedoch dauert jeder Basisbau oder der Bau von Fahrzeugen deutlich länger, da für alle Entwicklungsstufen immer mehr Ressourcen abgebaut und verbraucht werden müssen. Die Menge und Vielfalt an Ressourcen, Komponenten, Einzelteilen von Waffen oder Fahrzeugen ist enorm und erfordert eine lange Spielzeit, um alle Inhalte freizuschalten und befriedigend auszuspielen.
Endgame: Tiefe Wüste & MMO-Monetarisierung
Sind die meisten Inhalte der Hauptkampagne erledigt und viele Spielelemente freigeschaltet, eröffnet sich das Endgame. Hier kann die Hauptregion mit den Flugfahrzeugen verlassen werden, um in die Tiefe Wüste zu reisen. Jede Woche wird diese prozedural berechnete Spielwelt durch einen Sandsturm dauerhaft verändert. Dies bedeutet, dass alle Felsenlandschaften sowie alle Ressourcen neu gesetzt werden und wieder neu entdeckt werden können. Es verschwinden aber auch alle gebauten Basen und Gegenstände, welche in der Tiefen Wüste zurückgelassen wurden und müssen jede Woche neu aufgebaut werden. Die zu findenden Ressourcen und Schätze sind selten und werden für die komplexesten Maschinen und Fahrzeuge sowie Flugzeuge benötigt, weshalb sich Reisen in diese Region lohnen. Dafür sind auch die Gegner dieser Zone besonders schwer zu besiegen und auch andere Spielende können hier eine erfolgreiche Beutejagd verhindern.
Auf über 500 km² Fläche können sich bis zu 100 Spielende gleichzeitig aufhalten und sich auch gegenseitig bekämpfen, da auf der Hälfte der Fläche die PvP-Regelung gilt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Tiefe Wüste eine gesamte PvP-Zone, wurde aber aufgrund von Forderungen der Spielenden umgeändert. Eine aktive Beteiligung der Spielenden und Austausch mit dem Entwicklungsstudio ist bei MMOs üblich, aber nicht verpflichtend. Das Endgame gilt jedoch bei nahezu allen MMOs und anderen langlebigen Spielen als Hauptfokus und entscheidet auch über den finanziellen Erfolg über einen längeren Zeitraum und somit das Weiterleben eines Spiels. Viele MMOs erreichen nicht das zweite Jahr und nur sehr wenige halten sich über mehrere Jahre.
Dune: Awakening hat keine monatlichen Kosten, Updates erfolgen kostenlos oder sind mit einem Kauf von bis zu vier DLCs (auch als Season-Pass) optional möglich. Es können außerdem mehrere Versionen zu unterschiedlichen Preisen erworben werden. Diese beinhalten je nach Preislage den gesamten Season-Pass oder spezielle kosmetische Gegenstände und Ausrüstungen. Das Spiel soll im Jahre 2026 noch auf den aktuellen Konsolen von PlayStation und XBox veröffentlicht werden.
Fazit
Das schwedische Studio Funcom hat mit Dune: Awakening ihr bislang größtes MMO veröffentlicht und bietet Genre-Fans sowohl alleine als auch für Gildenspielende eine lange und unterhaltsame Spielzeit. Während die Hauptkampagne eine spannende Geschichte im Dune-Universum erzählt, wird gleichzeitig umfangreich und ausgiebig in die MMO-Elemente eingeführt. Die Möglichkeiten des MMOs sind vielfältig und können für Monate unterhalten, wenn man sich auf die vielen Elemente einlassen möchte, wie Basenbau, Gildenspiel, PvE- & PVP-Spielzonen sowie Inhalte im Endgame. Das Spiel richtet sich aufgrund der Komplexität, aber auch der ersten Themen und der Gewaltdarstellungen an ältere Spieler*innen.
