Spielbeurteilung

Fast Fusion

Grafisch aufwendige Fortsetzung der Fast-Rennserie auf der Nintendo Switch 2.

4
5

Allgemeines

Vertrieb: Shin’en Multimedia
Spielewebsite: Website aufrufen
Erschienen: 5. Juni 2025
Genres:
Plattformen:

Jugendschutz & Altersempfehlung

USK Alterskennzeichen

Icon USK 6
USK ab 6 freigegeben (getestet im IARC Verfahren)

Spielmodi:

  • max. 4 Spieler*innen
  • Gegeneinander
  • Lokal
  • Online

Pädagogische Altersempfehlung

10
spielbar ab 10 Jahren

Spielbeschreibung

Wie der Titel bereits vermuten lässt, ist Fast Fusion ein sehr schnelles Rennspiel. Der Launchtitel für die Nintendo Switch 2 ist bereits der vierte Teil der Fast-Rennspielserie vom Münchener Entwicklungsstudio Shin’en Multimedia. Wir steuern dabei ein futuristisches, in der Luft gleitendes Fahrzeug und versuchen über mehrere Runden lang die beste Platzierung gegen andere Fahrzeuge zu erreichen. Während des Rennens kann Turboenergie in Form von leuchtenden Kugeln eingesammelt werden, um damit per Knopfdruck einen Geschwindigkeitsboost zu bekommen und gleichzeitig auch andere Fahrzeuge abzudrängen. Zusätzlich überqueren wir an einzelnen Stellen jedes Rennens Energiefelder, die ebenfalls das Fahrzeug beschleunigen. Jedoch muss die jeweilige Farbe der Energiefelder getroffen werden, da wir sonst ausgebremst werden. Die beiden Farben können per Knopfdruck auf unserem Fahrzeug gewechselt werden. Mit einem neuen Sprungknopf können spezielle Hindernisse übersprungen oder alternative Streckenabschnitte erreicht werden. Jeder Kontakt mit einem Hindernis oder das Verfehlen der Strecke bedeutet die Zerstörung des Fahrzeugs und wir starten dann mit neuem Fahrzeug etwas zurückgesetzt und setzen das Rennen fort. Mit jeder Platzierung verdienen wir virtuelles Geld, für welches neue Fahrzeuge und neue Strecken freigekauft werden können. Mit der namensgebenden Fusion können zwei Fahrzeuge im eigenen Fuhrpark frei fusioniert werden, um damit ein neues verbessertes Fahrzeug zu erhalten. Das Spiel kann mit bis zu vier Personen am selben Bildschirm gespielt werden.

Pädagogische Beurteilung

Was ist ein Antigrav-Rennspiel…?

Während die Gravitation eine der vier Grundkräfte der Physik in unserer Welt ist und der Grund, warum wir auf dem Boden bleiben, gibt es die Antigravitation als eine Gegenkraft nur in der Welt der Science-Fiction und dort häufig in Form von Antigravitationsfahrzeugen, welche gleitend über den Boden schweben und enorme Geschwindigkeiten erreichen können. Schon seit dem Spiel F-Zero von 1990 auf dem Super Nintendo oder wipE’out von 1995 fahren wir mit futuristischen Gleitern über atemberaubende, scheinbar unmögliche Rennstrecken um die Wette. Extrem hohe Geschwindigkeiten (über 400 km/h) sind hier möglich und bedeuten schnell ein virtuelles Ableben, wenn wir damit aus der Bahn einer Rennstrecke fliegen. Schnelle Musik und oftmals schöne Grafiken begleiten diese “Future Racer” seit Jahrzehnten und werden gerne auch zur Veranschaulichung der Grafikmöglichkeiten auf Spielgeräten genutzt, wie es Fast Fusion nun zum Releaser der Nintendo Switch 2 ist.

Fast – Faster – Fast Fusion

Im Hauptmodus können bis zu zehn Cups (drei zu Beginn) mit jeweils drei Rennen gefahren und gewonnen werden. Durch jeden Erfolg erhalten wir Coins, womit wir neue Renn-Cups oder Fahrzeuge freischalten können. Während die Strecken immer anspruchsvoller werden, haben die Fahrzeuge unterschiedliche Wertigkeiten. Diese sollten also je nach Cup clever gewählt werden. Wie der Name des Spiels verrät, ist es nun möglich, zwei freigeschaltete Fahrzeuge miteinander zu fusionieren, um somit ein neues Fahrzeug mit verbesserten Werten zu erhalten. Wegen der insgesamt 15 kaufbaren Fahrzeuge sind mit der Fusion-Funktion bis zu 210 verschiedene Fahrzeuge fusionierbar. Ebenfalls neu ist die Sprungfunktion, um besondere Passagen erreichen zu können. Manchmal fliegt man jedoch so weit abseits der Strecke, dass dies als Fehler gewertet wird und man zurück auf die Rennstrecke platziert wird. Aber auch bei jedem Kontakt mit einer Wand und jedem Absturz wird unser Fahrzeug zerstört und wir werden auf der Strecke zurückgesetzt, dürfen jedoch mit voller Energie sofort wieder Geschwindigkeit aufnehmen, um unseren möglichen Rennrückstand schnell wieder aufholen zu können. Es gibt keine Maximalgrenze an Abstürzen. Im Zeitfahr-Modus können die Bestzeiten der Entwickler*innen geschlagen werden und im sogenannten Super-Hero-Modus kann die Turboenergie nicht mehr aufgefüllt werden.

Der Bildschirm wird bei lokalem Mehrspielermodus geteilt, wodurch sich der sichtbare Bereich während des Rennes auch verkleinert und das zeitnahe Erkennen der Strecke teilweise schwieriger wird. Da dies alle Spielenden betrifft, gleicht sich dieser Nachteil wieder aus. Die Grafik ist im Solomodus am besten und deutlichsten zu erkennen und die flüssigen, schnellen Animationen und Bildfolge können enorm beeindrucken. Je nach Rennstrecke fliegen riesige Wale aus einem Meer aus Sand über die Rennstrecke oder Wirbelstürme beeinträchtigen das Renngeschehen und können Fahrzeuge in die Luft schleudern. Trotz der vielen Ereignisse gleichzeitig auf dem Bildschirm, bleibt das Spielgeschehen stets flüssig.

Münchener Nintendo Tradition seit 2010

Das Studio Shin’en Multimedia programmiert die Fast-Rennspiele bereits seit 2011 exklusiv für Nintendo-Konsolen und wirbt mit rasantem Gameplay und trotzdem flüssiger Grafik. Auch der neueste Teil fordert Spielende mit schnellen Bildern, futuristischen Rennstrecken und Ereignissen neben den Rennstrecken (Wirbelstürme, schwingende Baumstämme etc.) und ist zunächst anspruchsvoll herausfordernd, da wir schnell und präzise reagieren müssen, um nicht von der Strecke abzukommen oder gegen eine Wand oder Decke zu fahren. Da es zudem keine Hilfsmittel, wie beispielsweise bei Mario Kart World, gibt, können sich unerfahrene Spielende schnell überfordert fühlen. Aber auch geübte Rennfahrprofis müssen sich auf das Fahren konzentrieren, da Fehler schnell zu gravierenden Rückständen führen können und bei höheren Schwierigkeitsgraden auch bessere Platzierungen kosten, da die NPCs deutlich stärker sind. Unfair wird das Spiel aber zu keinem Zeitpunkt und Erfolge sind schnell erreicht. Der höhere Schwierigkeitsgrad spornt dazu an, sich selber verbessern zu wollen. Die hohe Konzentration kann aber schnell müde machen und Pausen sollten berücksichtigt werden.

Fazit

Der neueste Ableger der Fast-Rennserie für die Nintendo Switch 2 kann mit schönen Grafiken und schnellen Bildern beeindrucken und ist auch für geübte Spielende eine Herausforderung. Besonders im Mehrspielermodus ist der Spielspaß groß. Trotz des rasanten Gameplays bleibt die Grafik angenehm flüssig und ist ein visuelles Highlight auf der Switch 2. Unerfahrene Spielende benötigen allerdings mehr Übung, um erste Erfolge erzielen zu können, da das Spiel keine Hilfsmittel anbietet.

Bewertung der Spieletest-Gruppe

Kinder- und Jugendhaus Brake

Bielefeld
Meinung der Tester*innen
Spielspaß:

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