Pets & Stuff
Abwechslungsreiches, kinderfreundliches VR-Erlebnis, in dem wir putzige Tiere verarzten und frisieren.
Allgemeines
Jugendschutz & Altersempfehlung
Spielmodi:
- nur alleine spielbar
Pädagogische Altersempfehlung
Spielbeschreibung
In Pets & Stuff vom australischen Studio HyperVR Games kümmern wir uns in unserer Praxis um knuffig aussehende, aber verwahrloste Vierbeiner und behandeln verschiedene Probleme. Wir können aus unterschiedlichen Werkzeugen wählen und z.B. Ungeziefer im Fell der Tiere einsaugen oder mit passender Fliegenklatsche erledigen. Erfüllen wir alle Wünsche des Tieres, erhalten wir anschließend mehr Sterne, um unsere zunächst heruntergekommene Praxis aufzubauen und zu verschönern. Haben wir alle Aufwertungen erfüllt, wird ein neuer Ort freigeschaltet. Die Aufträge bleiben bis zum Ende des Spiels dieselben, werden aber durch andere Aufgaben, wie Basketbälle in einen Korb zu werfen, aufgewertet. Nach ungefähr drei Stunden haben wir alles freigeschaltet und formal das Spiel beendet, können aber weiterhin die knuffigen Fabelwesen oder niedliche Dinosaurier versorgen und behandeln.
Pädagogische Beurteilung
Vorsicht bissiger Drache
Die knuffigen Tiere sehen zunächst arg verwahrlost aus und müssen unsere Behandlung auch akzeptieren. Gehen wir zu grob vor, wird das Tier die weitere Behandlung wütend ablehnen und uns beißen, wenn wir mit unseren Händen zu nah an ihre großen Münder kommen. Da hilft nur die richtige Behandlung der teilweise fies aussehenden Wehwehchen oder wir streicheln das Tier solange, bis es uns zufrieden und glücklich Herzchen zukommen lässt. Die Tierchen sehen auch sehr niedlich aus und belohnen uns teilweise mit freudigen Animationen und Geräuschen, sodass man ihnen auch helfen möchte und sie beinahe nicht wieder abgeben mag.
Für Abwechslung ist in unserem Behandlungszimmer auch gesorgt, da wir viele Möglichkeiten haben, die Tiere zu behandeln. Die Probleme und Wünsche werden in Form von Aufgabenfeldern übersichtlich angezeigt und müssen dann passend erkannt und mit dem richtigen Werkzeug behandelt werden. Manche Gegenstände werden während der Behandlungen kaum oder nie benötigt, während andere immer dazugehören. Die Tiere möchten nach Zufallsprinzip entweder gefüttert werden, wobei sie falsches Futter auch abweisen, wir müssen Zweige, Blätter und andere Kleinigkeiten per Handsauger absaugen oder verhedderte Samen einzeln entfernen. Es müssen dann auch unappetitliche Aufgaben wie schmutzige Ohren oder Insektenbisse mit passenden Salben eingecremt oder die arg gebeutelten Augen mit passenden Augentropfen behandelt werden. Dabei müssen wir immer vorsichtig und behutsam vorgehen, wenn wir z.B. unsere Wattestäbchen nicht ständig zerbrechen wollen. Zum Schluss dürfen wir auch das Fell mit Farbsprays anpassen oder ein Halsband auswählen und machen mit einem Polaroid-Fotoapparat einen Schnappschuss und können das Foto online teilen.
Abwechslungsreiche Minispiele
Es ist gut, dass wir zu Beginn des Spiels Handschuhe anziehen, da die zerzausten und verletzten Tiere wirklich arg gebeutelt aussehen können. Als Abwechslung schalten wir über ein Minispiel weitere Skins frei und können die putzigen Vierbeiner dann mit Roboterhänden behandeln. Manchmal müssen wir dem Tierchen zu Beginn die Halskrause abnehmen oder es mit einem Flammenwerfer von einem Eisblock befreien. Teilweise reagieren die Tiere frech oder speien Feuer, wenn es sich um einen kleinen Drachen handelt. Bis auf das Beißen bleiben die kleinen Vierbeiner aber immer geduldig und freuen sich über unsere gelungene Behandlung. Je besser wir vorgehen, desto mehr Sterne erhalten wir und können diese für Aufwertungen unserer Umgebung ausgeben, sodass wir eine schöne Praxis hinterlassen, wenn wir ins nächste Level gehen. An den vier Standorten behandeln wir unterschiedliche Vierbeiner, entweder auf einem Bauernhof, in einem Waldstück oder final vor einem Schloss mit eigenem feuerspeienden Drachen auf dem Dach. Nicht nur wechseln die Tiere passend (von Hunden und Katzen, zu Füchsen und Bärenjungen zu Stieren und bis hin zu Einhörnern und Drachen). Während die Aufgaben dieselben bleiben und sich einzelne Elemente schnell wiederholen können (bei jedem Tier sind 6 Aufgaben zu erledigen), bekommen wir mit jedem neuen Ort neue Minispiele, welche wir mit Erfolg in weitere Sterne umwandeln können, um schneller ans Ziel zu gelangen. Diese waren im Test ein weiteres Highlight des Spiels und abwechslungsreich und gelungen animiert. So müssen Dartpfeile geworfen, Körbe mit einem Basketball erzielt oder bewegende Ziele mit einer Armbrust getroffen werden.
Kinderfreundliches VR-Erlebnis
Es gelten für die Nutzung von VR-Geräten die üblichen Verhaltensweisen. Die ruhige Atmosphäre und die ständige Kontrolle über das Spielgeschehen eignen sich jedoch auch für unerfahrene Spielende. Die putzigen Animationen der Tiere sowie die harmlose und ruhige Spielumgebung können auch für Jüngere interessant sein, jedoch müssen zunächst einzelne Funktionen verstanden werden, um die Aufgaben erfolgreich abzuschließen. Zudem sind Englischkenntnisse für einzelne Schalter hilfreich, die Spielumgebung ist jedoch grundsätzlich übersichtlich und leicht verständlich zu bedienen.
Das Spiel ist angenehm ruhig und die Animationen sowie das Design der Vierbeiner sind kindgerecht gestaltet. Man kann die Tierchen zwar auch versehentlich schlagen, wenn wir zu heftig mit den Händen in ihrer Nähe wedeln, die Rückmeldung des Tieres ist dann aber eindeutig und zeigt, dass man sie nicht ärgern oder schlecht behandeln soll. Es ist darüber hinaus nicht möglich, den Tieren Schaden zuzufügen oder das Spielgeschehen chaotisch zu sabotieren.
Fazit
Pets & Stuff bietet für Jüngere und Einsteiger*innen ein kurzweiliges und lustig harmloses VR-Erlebnis mit vielen Interaktionsmöglichkeiten mit niedlichen Tieren und Fabelwesen. Die Minispiele bieten zusätzliche Abwechslung und nach maximal drei Stunden sind alle Inhalte ausprobiert und durchgespielt. Aufgrund der VR-Funktion sind regelmäßige Pausen und kürzere Spielphasen je nach Alter zu empfehlen und einzuhalten. Trotz der ruhigen Spielweise trägt man mit der VR-Brille ein gewisses Gewicht auf dem Kopf und Jüngere müssen sich im 3D-Raum des Spiels erstmal richtig orientieren und zurechtfinden.
Bewertung der Spieletest-Gruppe
Kinder- und Jugendhaus Brake
Bielefeld
