Controllerbau mit Makey Makey
Mit Makey Makey werden auf kreative Weise alternative Eingabe-Controller gebastelt, um verschiedene Barrieren im Bereich Steuern zu überwinden. Hierfür werden alltägliche Gegenstände genutzt, die Strom leiten.
Material/Technik
- Makey Makey-Sets
- Laptops oder PCs (mit USB-Anschluss) mit Internetanschluss oder vorinstallierten Spielen
- Arbeitsblätter
- Verschiedene Materialien, die Strom leiten
- Münzen
- Knete (nicht jede Knete funktioniert)
- Schrauben und Nägel
- Besteck
- Alufolie
- Wasser/angefeuchtete Objekte, wie Schwämme
Hinweis: Schulen und pädagogische Einrichtungen können bei lokalen Medienzentren für eine Ausleihe von Makey Makey-Geräten und anderer Technik anfragen.
Vorbereitung
Alle für die Methode benötigten Arbeitsblätter, sowie ein ausführlicheres Methodenblatt für die Durchführenden, ein Verlaufsplan und eine Präsentation zur Methode stehen in der Bildungsmediathek NRW zum Download zur verfügung.
Zur Vorbereitung bietet es sich an, die Jugendlichen zu bitten, Gegenstände zum Bau der Controller mitzubringen. Dies können sowohl alle möglichen Bastelmaterialien als auch leitfähige Materialien sein. Je mehr Materialien die Jugendlichen mitbringen, desto kreativer und ausgefallener wird der Controller. Es können auch Gegenstände aus der unmittelbaren Umgebung verwendet werden, wie Töpfe oder Kartoffeln aus der Küche oder Werkzeug aus einem Techikraum.
Durchführung
Zu Beginn sollten mit den Jugendlichen Barrieren durch digitale Spiele, insbesondere die Steuerung, thematisiert werden. Im Rahmen der Erklärung bietet sich auch eine Evaluationsrunde an, welche Barrieren es für Menschen mit körperlicher Behinderung beim Steuern digitaler Spiele geben kann und wieso es wichtig ist, Barrieren in diesem Bereich abzubauen.
Anschließend werden die Arbeitsblätter ausgeteilt: Arbeitsblatt 1 liefert den Arbeitsauftrag und Arbeitsblatt 2 dient als Information und Hilfestellung, wie Makey Makey funktioniert. Danach bauen die Jugendlichen in Gruppen von maximal 4 Personen einen Controller. Sie überlegen sich einen Namen für den Controller und können für den Bau die bereitgestellten oder mitgebrachten Materialien verwenden. Hier bietet es sich an, wenn jede Gruppe eine der Aufgaben von Arbeitsblatt 3 verdeckt zieht, sodass alle Arbeitsaufträge mindestens einmal vertreten sind.
Nachdem die Controller gebaut wurden, können sie getestet werden. Verschiedene Vorschläge gibt es auf der Spieleliste. Wenn die gebauten Controller nicht funktionieren, kann dies verschiedene Gründe haben. Hier können die Problemhilfen im Raum ausgelegt werden, um den Jugendlichen Hilfestellung bei der Problemlösung zu bieten.
Nachdem die Controller auf die Funktionalität getestet wurden, werden die Controller vor der Gruppe präsentiert und vorgestellt. Wichtig ist hierbei, dass die Überlegungen zum Thema Barrierefreiheit deutlich werden. Die übrigen Teilnehmenden füllen währenddessen mittels Arbeitsblatt 4 einen Beobachtungsbogen aus. Anschließend können die Jugendlichen auch die Controller der anderen Gruppen ausprobieren.
Zielsetzung
Durch den Bau eines eigenen Controllers werden die Jugendlichen selbst kreativ: So sollen sie sich mit Arten von körperlichen Behinderungen auseinandersetzen und lösungsorientiert versuchen, einen möglichst barrierearmen Controller zu bauen. Gleichzeitig werden Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation und soziale Verantwortung gestärkt.
Variationen
Alle Materialien für die Methode sind auf der Seite der Bildungsmediathek NRW auch auf leichter Sprache und in einer barrierearmen Version erhältlich.
Diese Methode ist Teil der Methodenbox Inklusion und Gaming. Sie enthält fünf leicht zugängliche und erprobte Methoden, die als Bausteine einzeln oder aufeinander aufbauend im Unterricht oder in außerschulischen Angeboten durchgeführt werden können. Die Methodenbox befähigt Pädagog*innen dazu, Werte von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe durch digitale Spiele zu vermitteln. Die Zielsetzung ist, die interaktive und immersive Kraft digitaler Spiele zu nutzen, um Jugendliche ganzheitlich in den Lernprozess einzubinden und für die Werte einer inklusiven Gesellschaft zu sensibilisieren und Vielfalt und ihre Potenziale hervorzuheben.
Die anderen Methoden der Methodenbox sind:
